Tipps für Einsteigende:

 

Allgemein:

 

Am besten sind Vögel kennen zu lernen an der Seite von erfahrenen Ornithologinnen und Ornithologen. Die Wasservogelzählungen der Fachgruppe sind ideal fürs unkomplizierte Reinschnuppern, ebenfalls die Abendexkursionen (siehe Programm).

 

So (Arbeits-)Wege oder Orte immer wieder begangen werden, empfiehlt es sich, zunächst die häufigen Vögel genau zu beobachten und kennen zu lernen: Aussehen, Verhalten, Rufe, Gesang, bevorzugte Orte etc. Nach und nach werden es immer mehr und das Wahrnehmen „schärft“ sich.

 

Fällt das Bestimmen anfangs noch schwer, können Fotokamera mit gutem Tele-Zoom und/oder Tonaufnahmegeräte (z.B. Aufnahme-App) die Daten speichern, die dann in Ruhe ausgewertet werden. Gern kann auch Hilfe zur Bestimmung innerhalb der Fachgruppe erbeten werden. Notizen zu charakteristischen Merkmalen sind bisweilen hilfreich für das genaue Erinnern.

 

 

Ausrüstung (priorisiert)

 

Nachschlagwerke:
Es gibt kein Bestimmungsbuch, das uneingeschränkt für die Feldornithologie empfohlen werden kann. Außerdem sind die Vögel statt per Abbildung viel besser anhand ihrer gesamten Erscheinung, ihrem Verhalten, den Lebensräumen bestimmbar. Gleichwohl unterstützen diverse Feldführer das korrekte Ansprechen einer Art, z.B. Dierschke (2020): "Welcher Vogel ist das?" Dieses Buch eignet sich fürs Mitnehmen und ebenso zum geruhsamen Stöbern und Studieren. Um Vögel unterwegs schneller zu finden, sollte vorher die Anordnung der Arten im Buch erschlossen werden.
Das Auffinden der Arten mit Apps ist für den Anfang schwierig. Apps zu Detektion von Rufen sind mit Vorsicht zu gebrauchen, die Entwicklung ist hierbei noch recht jung. 

 

Stimmen lernen:

Hilfreich zum Kennenlernen der Gesänge und Rufe ist anfangs der „Vogelstimmentrainer“ aus dem Alula-Verlag; für Fortgeschrittene eignet sich die sehr umfangreiche Sammlung „Vogelstimmen der Vögel der Westpaläarktis“ Kosmos-Verlag; via Internet hält www.xeno-canto.org eine hervorragende Sammlung parat.  

 

 

Hinweise zum Lernen der Vogelstimmen
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Optik:

   a) Fernglas: dies ist zum Erkennen der Gefiedermerkmale unerlässlich. Es gibt kleine handliche, extrem billige (unter 100,-€ – nicht wirklich nutzbar), aber auch teure, optisch brillante Ferngläser. Bildstabilisierte Ferngläser sind zur Bestimmung hervorragend geeignet. Bereits im mittleren Preissegment sind gut verwendbare Ferngläser anzutreffen. Die Fernglas-Auswahl ist eine sehr individuelle Sache und sollte vor dem Kauf reichlich bedacht werden. Wenn möglich, sollten Modelle in die Hand genommen und miteinander verglichen werden. Ein Fernglas wird meist über viele Jahre benutzt – die anfangs bedenklichen Aufwendungen können/werden verfliegen, Einschränkungen durch eine schlechte Optik bleiben hingegen bestehen!     

   b) Spektiv (Fernrohr): nötig für Beobachtungen entfernterer Vögel, z.B. auf Feldern, an Seen, seawatching etc. Wie bei den Ferngläsern gilt auch hier: gute Optik hat seinen Preis.

 

Kamera: Hilfreich zu Dokumentationszwecken. Ein günstiges Verhältnis von Gewicht/Preis – Leistung liefern Superzoom-Kameras.   

 

Aufnahmegeräte: hier kann bereits die Aufnahmemöglichkeit eines Telefons reichen; besser ist freilich ein Richtmikrofon; seit einigen Jahren wird der Vogelzug bei Nacht mit Richtmikrofonen aufgenommen – auch in unserer Fachgruppe gibt es hierzu Erfahrungen (NMR – Night migration Recording)

 

Thermokamera: für die Beobachtung von Eulen und anderen nachtaktiven Vögeln, auch zum Entdecken verborgener Vögel tagsüber geeignet (z.B. Enten oder Kleinvögel im Schilf)

 

 

 

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