Orchideenführungen im Leutratal

Die Führungen beginnen von Anfang Mai bis Mitte Juni samstags, sonntags und an Feiertagen jeweils um 10 Uhr und um 14 Uhr an der Informationstafel in der Ortsmitte von Leutra. Sie dauern ca. 2 Stunden bei einer Wegstrecke von etwa 3 km. Wir empfehlen festes Schuhwerk.

Für Führungen (Gruppen, Familien etc.) an anderen Tagen nehmen Sie bitte rechtzeitig Kontakt mit uns unter [email protected] auf.

 

Die Ortslage Leutra bietet nur sehr begrenzt Parkplatzkapazitäten, die Anreise soll deshalb bevorzugt mit dem ÖPNV (Linie 18), dem Fahrrad oder zu Fuß erfolgen.
Bitte beachten Sie, dass die Fahrt der Linie 18 bis Leutra ein Rufbusangebot ist, d.h. sie muss spätestens 30 Minuten vorher bei der Jenaer Nahverkehr GmbH angemeldet werden (Telefon 0361 19449 - das ist keine Jenaer Nummer!).

 

An dieser Stelle sind weiterführende Informationen zu den Orchideen im Leutratal zu finden, unter anderem ein wöchentlich aktualisierter Report mit den gerade blühenden Orchideen (vergl. auch die bisherigen Blühtagebücher von 2015 bis 2025 unten auf dieser Seite).

 

Matthias Müller

(Verantwortlich für die Organisation der Führungen)

Aktueller Report zur Orchideenblüte im Leutratal 2026

Letzter Eintrag:

 

05. Juli 2026: Es wird weiter geblüht!

Natürlich sehen die verblühten Orchideen ein wenig traurig aus, aber wer genau hinschaut, der erkennt die dicker angeschwollenen Samenkapseln, die von einer erfolgreichen Befruchtung zeugen, während die nicht befruchteten (unterständigen) Fruchtknoten deutlich kleiner sind. Aber es gibt nach wie vor blühende Orchideen. Gerade sind Dichtblütige Händelwurz (Gymnadenia densiflora) am Aufblühen, die sich bereits durch ihren aromatischen Duft nach Nelken und Vanille bemerkbar machen, besonders an sonnigen Nachmittagen. Bei Wikipedia steht zwar geschrieben, dass sie nach Klee oder Flieder duften würden, aber für mich riechen sie nach Nelken und Vanille. Während in den Wäldern die Kleinblättrigen Stendelwurz (Epipactis microphylla) bereits verblüht sind, stehen die Schmallippigen Stendelwurz (Epipactis leptochila) gerade in Blüte.

Wir werden in der kommenden Woche in den Hangquellmooren nach dem Sumpfsitter (Epipactis palustris) und auf dem Schönberg nach weiteren Stendelwurz-Arten schauen.

Mein Freund Horst Blume hat die ersten Kriechenden Netzblatt (Goodyera repens) blühen sehen, die meisten Pflanzen sind aber noch knospig.

 

 

 

Chronologisch geordnete Einträge

 

10. Januar 2026: Abschied und Willkommen

Das alte Jahr ist vorbei, das neue Jahr ist nun schon wieder 10 Tage alt, und der Winter hat Einzug in Jena gehalten wie es sich für diese Jahreszeit gehört. Das gefällt sicher nicht allen, aber das gehört eben zum Jahreslauf dazu. Bevor der Schnee gefallen ist, konnte man an vielen Stellen in Jena die Winterrosetten von Bocksriemenzungen (Himantoglossum hircinum) und Bienenragwurz (Ophrys apifera) entdecken, die jetzt sozusagen zugedeckt sind und die Frostperiode so hoffentlich gut überstehen. In einigen Jenaer Vorgärten waren auch schon die ersten, wenn auch noch kleinen Blütenknospen der Vorfrühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum) zu sehen. Zumindest in der Stadt werden die möglicherweise schon bald zu blühen beginnen. Mal sehen, wie sich das Wetter und mit ihm die Natur entwickelt!

  

28. Februar 2026: Winter ade?

Immerhin gab es im Februar ein paar Tage lang Winter mit Schnee und ziemlich kalten Tagen und Nächten, so wie es sich für einen Wintermonat gehört. Zum Monatsende sind die Temperaturen deutlich gestiegen, und die Lüfte sind eher lau, fast schon wie im "richtigen" Frühling. Morgen beginnt ja auch der meteorologische Frühling, auf den kalendarischen Frühling müssen wir noch drei Wochen warten. Ob es das mit dem Winter nun war?

Die sonnigen Tage haben dafür gesorgt, dass überall die Blüten der Frühjahrsblüher erscheinen. Besonders eindrucksvoll sind die Teppiche von gelben Blüten der Winterlinge (Eranthys hyemalis), die man in vielen Gärten und Freiflächen in der Stadt, aber besonders zahlreich natürlich im Wald bei Closewitz finden kann. Blühende Schneeglöckchen und Krokusse sowie Vorfrühlingsalpenveilchen zeigen sich nun auch in den Gärten und Anlagen zusammen mit den gelbblühenden Büschen des Nackten Jasmin und des Duftenden Schneeball. Und natü´rlich werden auch die Winterrosetten der Bocksriemenzunge und der Bienenragwurz größer. Denen scheint der Frost nichts ausgemacht zu haben, von ein paar braunen Blattspitzen einmel abgesehen. 

  

17. März 2026: Der Frühling macht(e) eine Pause

Nach den schönen und bereits unerwartet warmen Tagen ist es nun wieder kälter und regnerischer geworden, aber auch die Sonne lässt sich ab und zu sehen. Das ist wohl so, weil der Winter sich noch nicht verabschieden will, und der Frühling ist noch nicht kräftig genugt. Am Freitag beginnt der Frühling dann laut Kalender wirklich, hoffentlich weiß er das auch!

Das Wetter hat die Natur nur ein wenig einbremsen können. Die Winterlinge sind weitgehend verblüht. Das trifft auch für viele Märzenbecher (Leucojum vernum) zu, die an den bekannten Stellen, zum Beispiel im Großschwabhäuser Hain, geblüht haben. Dafür gibt es dort jetzt Leberblümchen (Hepatica nobilis), Buschwindröschen (Anemone nemorosa), Gelbe Windröschen (A. ranuncoloides), Wald-Gelbstern (Gagea lutea), Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) sowie die männlichen Pflanzen des Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis) zu sehen. Im Leutratal sind die Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) und die Kuhschellen (Pulsatilla vulgaris) sowie viel Duftveilchen (Viola odorata) erblüht. Im Reinstädter Grund blühen die Vorfrühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum) in diesem Jahr besonders reichlich. Mein Freund Peter Rode hat aktuell über 1.000 Pflanzen gezählt. Auch der Seidelbast (Daphne mezereum) hat zu blühen begonnen. Es wird eindeutig Frühling. In vier Wochen, Mitte April, blühen dann hoffentlich auch die ersten Orchideen: Spinnenragwurz und Blasses Knabenkraut. Zumindest war das in den letzten Jahren so. Und am 1. Mai gehen dann unsere Orchideenführungen im Leutratal wieder los.

 

30. März 2026: Der Frühling kann sich noch nicht entscheiden

Und deshalb ist es derzeit ein wenig unfreundlich, kalt und nass draußen, nicht immer, aber immer mal wieder. Ich war am Samstag mit Horst Blume im Leutratal, um zu sehen, wie es dort vorwärts geht. Es gibt Erfreuliches zu berichten. Zuerst einmal ist das Geländer um die kleine dreieckige Wiese in der Nähe der Helga-Dietrich-Bank repariert und in einen deutlich stabileren Zustand versetzt worden. Es sieht auch so aus, als seien einige der im vergangenen Jahr entstandenen Trampelpfade in die Wiesen wieder weitgehend zugewachsen. Überhaupt zeigt sich die Natur trotz der eingangs erwähnten Witterungsprobleme in Aufbruchstimmung. Die ersten Schlüsselblumen (Primula veris) blühen, ebenso blüht das Frühlingsfingerkraut (Potentilla verna agg.) und richtige Polster verschiedener Veilchen. Die von einem Rostpilz (Uromyces pisi) befallenen Pflanzen der Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias) sind auch am Erscheinen; sie zeigen sich ja immer vor den nicht befallenen Pflanzen. Obwohl am Samstag nachmittags die Sonne nicht schien, hatten einige der Frühlingsadonisröschen (Adonis vernalis) ihre strahlend gelbe Blüten geöffnet. Und auch die Kuhschellen (Pulsatilla vulgaris) blühen. 

Neben den schon länger zu sehenden Winterrosetten von Bocksriemenzungen (Himantoglossum hircinum) und Bienenragwurz (Ophrys apifera) treiben auch immer mehr Knabenkräuter aus. Sehr zu unserer Freude ist auch die einzelne Spinnenragwurz (Ophrys sphegodes) gleich neben dem Weg, den wir bei unseren Führungen gehen, wieder erschienen. Mal sehen, wie sich das alles in den nächsten vier Wochen entwickelt.

 

08. April 2026: Die ersten Orchideen sind erblüht

Geliebäugelt habe ich schon damit, dass die ersten Orchideen nun ihre Blüten öffnen werden. Und siehe da, bei dem heutigen Besuch im Gleistal waren tatsächlich die ersten Blüten an den Spinnenragwurz (Ophrys sphegodes) geöffnet. Allerdings stehen die meisten Pflanzen noch knospig da, aber wenn das Wetter so bleibt, die Sonne so schön scheint und die Temperatures steigen, dann sollten bald mehr "Spinnen" in Blüte zu sehen sein. Ein Freund hatte mir schon vor einer Woche berichtet, dass am Südhang des Jenzig an einigen wenigen Pflanzen der Spinnenragwurz die Blüten bereits gespitzt hätten, aber noch nicht aufgeblüht waren. Nun bin ich gespannt, wie das mit dem Blassen Knabenkraut (Orchis pallens) aussieht, das ja auch zu den Orchideen mit frühem Bluhbeginn zählt. Das werde ich dann in der nächsten Woche erkunden.

 

15. April 2026: Und weiter geht's ...

Wie angekündigt habe ich heute mit meinen Freunden nach dem Zustand des Blassen Knabenkraut (Orchis pallens) auf dem Jenaer Forst geschaut. Horst Blume war am Wochenende auf der Wölmisse, um auch dort die Situation zu erkunden. Aber dort waren nur die noch eingehütten Knospenstände zu sehen, noch keine geöffneten Blüten. So war also die Erwartung eigentlich gering, ob nun auf dem Forst die ersten blühenden Pflanzen zu finden seien. Man soll eben immer optimistisch sein, denn tatsächlich haben sich an einer ganzen Reihe von Pflanzen die Blüten geöffnet. Die meisten Pflanzen des Blassen Knabenkraut allerdings sind noch in "Wartestellung". Das trifft auch für die Vertreter der anderen Knabenkraut-Arten zu. An dem von uns besuchten Standort könnte aber bald auch das Stattliche Knabenkraut (Orchis mascula) zu blühen beginnen. Es soll dort sogar den Hybrid aus Blassen und Stattlichen Knabenkraut, Orchis ×haussknechtii, geben, nach dem wir bisher vergeblich Ausschau gehalten haben, aber wir wollen auch nicht überall durch das Gelände laufen. 

Neben den immer noch schön blühenden Leberblümchen (Hepatica nobilis), den Buschwindröschen (Anemone nemorosa) , den Gelbe Windröschen (A. ranuncoloides) und verschiedenen Veilchen blüht auch die Frühlingsplatterbse (Lathyrus vernus). 

 

 22. April 2026: Hoffnungsvoll!

Wenn uns der angedrohte Nachtfrost nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht, dann werden wir wohl gleich von Anfang an ein gutes Orchideenjahr erleben. Neben den auch im Leutratal blühenden Spinnenragwurz (Ophrys sphegodes) und Blasses Knabenkraut (Orchis pallens), die wir allerdings - bis auf ein Exemplar einer Spinnenragwurz - auf unsren Führungen nicht zeigen können, haben nun im Buchenwald die ersten Korallenwurz (Corallorhiza trifida) zu blühen begonnen. Die meisten Pflanzen dieser Art erscheinen aber gerade erst. Auf den Wiesen sind bei vielen Knabenkräutern die gefärbten Knospen zu sehen, an einzelnen Pflanzen haben sich bereits erste Blüten geöffnet. Wahrscheinlich ist es das Hybrid-Knabenkraut (Orchis x hybrida), das hier die Vorreiterrolle einnimmt. Auch der im vergangenen Jahr an unserem Weg bei den Führungen entdeckte Frauenschuh (Cypripedium calceolus) ist wieder erschienen. Bis die Pflanze erlüht, wird aber wohl noch einige Zeit vergehen. In den Blattrosetten von Bocksriemenzungen (Himantoglossum hircinum), Großem Zweiblatt (Neottia/Listera ovata) und (wahrscheinlich) Grünlicher Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha) zeigen sich schon die knospigen Blütenstände. 

Doch auch viele andere Frühjahrsblüher, wie verschiedene Veilchen, Echte Schlüsselblumen,  (Sumpf)-Kreuzblümchen, Zypressenwolfsmilch und sicher noch viele mehr, sind derzeit zu bewundern, und das nicht nur im Leutratal. Auch die Weinberg-Tulpen (Tulipa sylvestris) blühen bereits an mehreren Stellen rings um Jena.

 

30. April 2026: Morgen geht es los!

Pünktlich zum 1. Mai beginnen wir morgen mit den öffentlichen Führungen zu den Orchideen im Leutratal. Auch wenn wir noch am Anfang der Blühperiode stehen, es gibt schon eine ganze Menge zu sehen. Wir können an blühenden Orchideen zeigen:

Hybridknabenkraut (Orchis x hybrida),

Helmknabenkraut (Orchis militaris),

Purpurknabenkraut (Orchis purpurea),

Spinnenragwurz (Ophrys sphegodes),

Fliegenragwurz (Ophrys insectifera) und

Europäische Korallenwurz (Corallorhiza trifida).

Auch wenn wir diese Orchideen nicht bei unseren Führungen zeigen können, blühen sie derzeit auch: Blasses Knabenkraut (Orchis pallens) und Kleines Knabenkraut (Anacamptis/Orchis morio). 

Ein Besuch im Leutratal lohnt also schon, und zwar nicht nur für Orchideenfreunde.

  

07. Mai 2026: Endlich regnet es!

Der Regen ist gut für die Natur, die lange genug dürsten musste. Leider ist er weniger gut für die Führungen, aber das ist eben so, wenn es um Aktivitäten in der freien Natur geht. Auch wenn die Spinnenragwurz (Ophrys sphegodes) inzwischen verblüht ist, neben den bereits aus der Vorwoche bekannten blühenden Orchideen

Hybridknabenkraut (Orchis x hybrida),

Helmknabenkraut (Orchis militaris),

Purpurknabenkraut (Orchis purpurea),

Fliegenragwurz (Ophrys insectifera) und

Europäische Korallenwurz (Corallorhiza trifida),

können nun auch der Frauenschuh (Cypripedium calceolus), das Große Zweiblatt (Neottia/Listera ovata) und die Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis) bei unseren Führungen entdeckt werden.

An anderen Stellen im Lautratal und in der weiteren Umgebung von Jena blühen Stattliches Knabenkraut (Orchis mascula), Dreizähniges Knabenkraut (Neotinea tridentata), Brandknabenkraut (Neotinea ustulata) und Kleines Knabenkraut (Anacamptis/Orchis morio). An einigen wenigen Bocksriemenzungen (Himantoglossum hircinum) haben sich die ersten Blüten geöffnet. Die Weißen Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) zeigen auch schon dicken Blütenknospen.

  

12. Mai 2026: Besuch von einer Dame und vier Herren

Die Eisheiligen (wegen der Namenstage von Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifacius und Sophia) sind da und haben uns kühles bis kaltes und mit Regenschauern verbundenes "Aprilwetter" mitgebracht. Es gibt sogar ab und zu ein wenig Sonnenschein. So lange es keine Nachtfröste gibt, nehmen die Orchideen aber wohl keinen Schaden und erfreuen uns mit ihren Blüten:

Hybridknabenkraut (Orchis x hybrida),

Helmknabenkraut (Orchis militaris),

Purpurknabenkraut (Orchis purpurea),

Fliegenragwurz (Ophrys insectifera),

Europäische Korallenwurz (Corallorhiza trifida),

Frauenschuh (Cypripedium calceolus),

Großes Zweiblatt (Neottia/Listera ovata),

Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis),

Bocksriemenzunge (Himantoglossum hircinum)

Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha) und

Weißes/Bleiches Waldvöglein (Cepalanthera damasonium).

Die im vergangenen Jahr im Leutratal entdeckte (erste?) Pflanze der Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis) zeigt auch schon ihre Knospen. Leider führen schon wieder Trampelpfade zu ihr auf die Wiese, und zwar mitten durch die anderen Orchideen, die dabei zertrampelt werden.

in der weiteren Umgebung von Jena blühen Stattliches Knabenkraut (Orchis mascula), Dreizähniges Knabenkraut (Neotinea tridentata), Brandknabenkraut (Neotinea ustulata) und Kleines Knabenkraut (Anacamptis/Orchis morio). 

 

21. Mai 2026: Pfingsten sind die Geschenke am geringsten ...

Zum Glück waren die Eisheiligen mit den Orchideen gnädig. Und das kühle Wetter hat auch dafür gesorgt, dass die Orchideen nicht zu schnell verblühen. Deshalb sind auch über das Pfingstwochenende weiterhin zu sehen:

Hybridknabenkraut (Orchis x hybrida),

Helmknabenkraut (Orchis militaris),

Purpurknabenkraut (Orchis purpurea),

Fliegenragwurz (Ophrys insectifera),

Großes Zweiblatt (Neottia/Listera ovata),

Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis),

Bocksriemenzunge (Himantoglossum hircinum),

Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha),

Weiße Waldhyazinthe (Platanthera bifolia),

Weißes/Bleiches Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) und

die eine Pflanze der Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis).

Die Mückenhändelwurz (Gymnadenia conopsea) zeigt genauso Knospen, wie die Braunrote Stendelwurz (Epipactis atrorubens) und die Bienenragwurz (Ophrys apifera). Bei den Roten Waldvöglein (Cephalanthera rubra) erscheinen gerade die Pflanzen. 

Nachtrag 23. Mai 2026:

Ich habe sowohl die Korallenwurz als auch den Frauenschuh aus der obigen Liste gelöscht, da wir beide bei unseren Führungen nicht mehr blühend vorfinden. Vertreter beider Arten können an anderen Stellen noch blühen oder sogar noch in Knospe stehen.

 

28. Mai 2026: Nun beginnt das zweite Drittel

as Wetter ist (zu) trocken und (zu) warm, was zur Folge hat, dass jetzt die Knabenkräuter langsam, aber sicher verblühen. Das betrifft vor allem die Pflanzen, die direkt in der Sonne stehen. In und an den Gebüschen und im Baumschatten sind sie aber noch schön blühend zu finden, aber sicher nicht mehr allzu lange. Es blühen nach wie vor:

Hybridknabenkraut (Orchis x hybrida),

Helmknabenkraut (Orchis militaris),

Purpurknabenkraut (Orchis purpurea),

Fliegenragwurz (Ophrys insectifera),

Großes Zweiblatt (Neottia/Listera ovata),

Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis),

Bocksriemenzunge (Himantoglossum hircinum),

Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha),

Weiße Waldhyazinthe (Platanthera bifolia),

Mückenhändelwurz (Gymnadenia conopsea),

Weißes/Bleiches Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) und

die eine Pflanze der Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis).

Die ersten Bienenragwurz könnten am Wochenende blühen, an anderer Stelle im Industriegebiet Göschwitz (!) blühen sie schon. Braunrote Stendelwurz (Epipactis atrorubens) und Müllers Stendelwurz (E. muelleri) zeigen wie die Roten Waldvöglein (Cephalanthera rubra) Knospen. Bei ihnen wird es aber noch ein paar Tage dauern.

  

11. Juni 2026: Auf zum Endspurt!

Am kommenden Wochenende finden die letzten vier öffentlichen Orchideenführungen in diesem Jahr statt. Es gibt aber immer noch genügend Orchideen zu entdecken und zu bewundern, auch wenn die Knabenkräuter nun endgültig verblüht sind. Am Wochenende kann man sich erfreuen an:

Fliegenragwurz (Ophrys insectifera),

Großes Zweiblatt (Neottia/Listera ovata),

Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis),

Bocksriemenzunge (Himantoglossum hircinum),

Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha),

Weiße Waldhyazinthe (Platanthera bifolia),

Mückenhändelwurz (Gymnadenia conopsea),

Rotes Waldvöglein (Cephalanthera rubra),

Bienenragwurz (Ophrys apifera),

Braunrote Stendelwurz (Epipactis atrorubens) und

die eine Pflanze der Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis).

Die anderen Stendelwurz-Arten werden dann in der nächsten Zeit zu blühen beginnen. Sie sind aber - bis auf wenige Exemplare der Müllers Stendelwurz (Epipactis muelleri) - recht weit von der Strecke unserer Führungen entfernt und werden deshalb nicht besucht werden.

 

18. Juni 2026: Geschafft!

Am Sonntag fanden die letzten beiden öffentlichen Orchideenführungen in diesem Jahr statt. Das heißt aber nicht, dass nun keine Orchideen mehr blühen. Im Leutratal gibt es nach wie vor blühende Orchideen zu finden, auch wenn man sie jetzt auf eigene Faust suchen muss. Neben den Mückenhändelwurz (Gymnadenia conopsea), den Bienenragwurz (Ophrys apifera) und den Roten Waldvöglein (Cephalanthera rubra) sind es vor allem Vertreter verschiedener Sitter-/Stendelwurzarten, die allerdings - bis auf die Braunrote Sitter/Stendelwurz (Epipactis atrorubens) - nicht so ganz einfach zu finden sein werden. Im Buchenwald können bald Müllers Sitter (E. muelleri), etwas später dann Breitblättrige Sitter (E. helleborine), Schmallippige Sitter (E. leptochila), Kleinblättrige Sitter (E. microphylla) und schließlich auch die Orchidee des Jahres, die Violette Sitter (E. purpurata), in Blüte gefunden werden.

Und es gibt weiterhin neben den Orchideen viel Schönes an blühenden Pflanzen in Jenas näherer und weiterer Umgebung zu finden. Gerade blühen auch noch der Türkenbund (Lilium martagon), von dem sich auch weiß blühende Pflanzen finden lassen.

 

24. Juni 2026: Hitzefrei!

Ich muss um Nachsicht bitten, aber die gegenwärtige Hitze macht mir zu schaffen, so dass ich auf Orchideen-Touren verzichte, bis es wieder einigermaßen angenehm ist. Wer sich trotz der Hitze aufmacht, kann an vielen Stellen herrlich blühende Bienenragwurz (Ophrys apifera) finden, auch in der Stadt. Selbst wenn sie auf den ersten (flüchtigen) Blick alle mehr oder weniger gleich aussehen, lohnt sich genaueres Hinschauen. Es gibt nämlich eine ganze Reihe von Unterarten und Varietäten, an deren Vorkommen in und um Jena großes Interesse besteht. Wer also besondere Exemplare findet, kann diese Funde am besten mit Fotos dokumentieren, nach Möglichkeit auch mit einer (genauen) Ortsangabe versehen und an mich schicken, ich leite das dann weiter an den AHO. Neben der Bienenragwurz breitet sich aber auch die Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis) immer weiter aus und kommt inzwischen auch in zum Teil recht großen Gruppen außerhalb der bereits bekannten Gebiete vor.

Es gibt also nach wie vor viel zu entdecken, wenn nur die Temperaturen etwas verträglicher wären!

 

05. Juli 2026: Es wird weiter geblüht!

Natürlich sehen die verblühten Orchideen ein wenig traurig aus, aber wer genau hinschaut, der erkennt die dicker angeschwollenen Samenkapseln, die von einer erfolgreichen Befruchtung zeugen, während die nicht befruchteten (unterständigen) Fruchtknoten deutlich kleiner sind. Aber es gibt nach wie vor blühende Orchideen. Gerade sind Dichtblütige Händelwurz (Gymnadenia densiflora) am Aufblühen, die sich bereits durch ihren aromatischen Duft nach Nelken und Vanille bemerkbar machen, besonders an sonnigen Nachmittagen. Bei Wikipedia steht zwar geschrieben, dass sie nach Klee oder Flieder duften würden, aber für mich riechen sie nach Nelken und Vanille. Während in den Wäldern die Kleinblättrigen Stendelwurz (Epipactis microphylla) bereits verblüht sind, stehen die Schmallippigen Stendelwurz (Epipactis leptochila) gerade in Blüte.

Wir werden in der kommenden Woche in den Hangquellmooren nach dem Sumpfsitter (Epipactis palustris) und auf dem Schönberg nach weiteren Stendelwurz-Arten schauen.

Mein Freund Horst Blume hat die ersten Kriechenden Netzblatt (Goodyera repens) blühen sehen, die meisten Pflanzen sind aber noch knospig.

 

 

 

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Liste der im Leutratal vorkommenden Orchideenarten
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Blühbeginn der Orchideen im Leutratal
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Anmerkung: Die Angaben beziehen sich auf den Blühbeginn der entsprechenden Arten im Leutratal (außer Orchis pallens, Ophrys sphegodes, Goodyeara repens und Epipactis purpurata) und auf die Woche, in der das angegeben Datum liegt, denn ich gehe natürlich nicht jeden Tag zum Nachschauen.

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Blühtagebuch 2025
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Reports zur Orchideenblüte im Leutratal 2020-2024
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Reports zur Orchideenblüte im Leutratal 2015 - 2019
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