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Ornithologische Schnupperexkursion - April 2026

Mit offenen Ohren durch die Vogelwelt

Unsere erste ornithologische Schnupperexkursion in diesem Jahr war ein voller Erfolg und stieß auf so großes Interesse, dass wir gleich zwei Gruppen bilden mussten. Auch wenn die Vogelwelt noch etwas zurückhaltend war, gab es besondere Momente und spannende Einblicke in Gesänge, Verhalten und Lebensräume.

Erste Schritte in die Ornithologie – Tipps für Einsteigende

Der Einstieg in die Vogelbeobachtung ist sehr unkompliziert. Wer Lust bekommen hat, tiefer in die Welt der Vögel einzutauchen, braucht dafür zunächst gar nicht viel: Ein wacher Blick, offene Ohren und ein wenig Geduld sind die wichtigsten Grundlagen.

 

Tatsächlich lassen sich viele Vogelarten leichter am Gesang als am Aussehen erkennen. Ein geschultes Gehör ist daher oft wertvoller als das beste Equipment.

 

Ein gutes Fernglas kann den Einstieg dennoch deutlich erleichtern. Modelle mit einer Vergrößerung von 8- bis 10fach gelten als idealer Allrounder, da sie ein ruhiges Bild liefern und auch bei weniger Licht noch gute Sicht ermöglichen.

 

 

Hilfsmittel

Beim Bestimmen der Arten sind klassische Vogelbücher nach wie vor eine große Hilfe – vielleicht auch komfortabler als manche Apps, da in Büchern viel einfacher Vogelzeichnungen miteinander verglichen werden können.

Digitale Unterstützung über die Vogelstimmenerkennung kann den Lernprozess zusätzlich beschleunigen. Apps wie Merlin Bird ID oder BirdNET haben sich hierbei bereits gut bewährt.

      

Ein wichtiger Rat: Nicht alles auf einmal lernen wollen. Es ist völlig ausreichend, sich zunächst auf einige wenige, häufige Arten zu konzentrieren und deren Gesang sicher zu erkennen. Mit der Zeit wächst dieses Wissen ganz von selbst. Entscheidend ist, regelmäßig draußen zu sein und bewusst hinzuhören – denn genau dort beginnt die Faszination der Ornithologie.

 

Hören lernen – der Schlüssel zur Vogelbestimmung

Die Teilnehmenden der Exkursion lernten unter anderem:

  • Der Zilpzalp verrät sich, indem er seinen Namen ruft
  • Die Blaumeise startet ihren Gesang oft mit einem hohen Ton 
  • Die Kohlmeise,  auch „Schlossermeise“ genannt, singt fast immer in Ton-Intervallen und verfügt über ein großes Repertoire (bis zu zehn Gesänge und mehrere Rufe!)
  • Die Mönchsgrasmücke nutzt „kieselnde“ Warnrufe und bewegt sich in Revieren von etwa 60–80 Meter, ihr flötender Gesang ist besonders energetisch
  • Die Singdrossel singt immer laut und wiederholt ihre kurzen Klangkreationen etwa 2-5 Mal hintereinander 

Lebensräume und Entwicklungen

Ein Blick auf die Umgebung zeigte, wie wichtig geeignete Lebensräume sind:

Brombeerhecken bieten beispielsweise ideale Bedingungen für Grasmücken – nicht umsonst werden sie manchmal augenzwinkernd als „Brombeerhexen“ bezeichnet. Interessant war auch die Beobachtung zur Nachtigall: Noch vor etwa 30 Jahren kaum vertreten, hat sich ihr Bestand in der Region seit rund 15 Jahren deutlich vergrößert.

Besondere Momente

Trotz der noch relativ ruhigen Vogelaktivität gab es einige Highlights:

Ein Graureiher präsentierte sich eindrucksvoll am Wasser, fast so, als hätte er sich extra für die Gruppe in Position gebracht. Und auf dem Heimweg sorgte ein gesichteter Turmfalke für einen gelungenen Abschluss der Exkursion.

Ausblick

Wer Lust hat, Vogelstimmen und Arten auch gemeinsam in der Natur kennenzulernen, kann gerne an unseren ornithologischen Exkursionen und Vorträgen teilnehmen. Alle Termine sind im aktuellen Programm aufgeführt. 

Rückfragen gern via: [email protected]


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