Das Rebhuhn ist nicht nur der Vogel der Monate Januar und Februar 2026, sondern wurde auch zum Vogel des Jahres 2026 gekürt. Damit rückt eine Art in den Fokus, die einst selbstverständlich zur offenen Feldlandschaft gehörte – heute jedoch immer seltener wird.
Ein Vogel unter Druck

Dem Rebhuhn setzen vor allem die intensive Landwirtschaft, großflächig totgespritzte Felder sowie das Fehlen von Hecken, Säumen und Blühflächen stark zu. Strukturen, die Schutz, Nahrung und Brutplätze bieten, sind vielerorts verschwunden. Umso wichtiger ist ein vielschichtiges Engagement, das diese heimische Art schützt und fördert – etwa durch Blühstreifen, strukturreiche Agrarlandschaften oder gezielte Maßnahmen im Prädatorenmanagement.
Rebhuhnzählungen im Februar
Im Februar 2026 starten wieder die bundesweiten Rebhuhnzählungen. Gezählt wird auf sogenannten Transekten – festgelegten Abschnitten in der Feldflur von etwa 500 Metern Länge. Ziel dieser Erfassungen ist es, den Rebhuhnbestand besser zu verstehen und langfristig zu dokumentieren. Die gewonnenen Daten helfen dabei, den Erfolg von Schutzmaßnahmen zu bewerten und zukünftige Aktionen gezielt zu planen.
Auch in der Feldflur rund um Jena gibt es immer wieder Rebhuhnsichtungen. Gerade im Winter schließen sich die Vögel häufig zu größeren Trupps zusammen. Die Paarbildung beginnt im Februar und März – eine besonders spannende Zeit für Beobachtungen.
Wissenswertes zum Namen

Der wissenschaftliche Name des Rebhuhns lautet Perdix perdix. „Perdix“ steht sowohl im Griechischen als auch im Lateinischen schlicht für Rebhuhn. Auch im Deutschen dürfte der charakteristische Ruf zur Namensgebung beigetragen haben: ein rollendes, unverwechselbares „Rrrrrrrrrrrrrep“.
Mitmachen erwünscht!
Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass das Rebhuhn auch künftig noch zur Feldflur rund um Jena gehört.
Text: Holger Kirschner

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