Willkommen beim NABU Jena!
Auf unseren Seiten können Sie einen kleinen Einblick in unsere Arbeit gewinnen. Wir würden uns freuen, Sie bei einer unserer Veranstaltungen begrüßen zu können.
Ihr NABU Jena
20 Jahre NABU Thüringen und Kreisverband Jena
Liebe NABU Mitglieder,
wir feiern im kommenden Jahr 20 Jahre NABU Thüringen und Kreisverband Jena. Im Foyer der FSU zeigen wir während der Naturschutzwoche Ausschnitte der 20 Jahre NABU-Geschichte.
Am 20. Februar 2010, anlässlich unserer Kreisversammlung, möchten wir darüber etwas genauer informieren. Der Vorstand würde sich sehr freuen, wenn Sie, liebe Mitglieder, uns dabei kräftig unterstützten könnten. Für Fakten, Episoden und Bilder sind wir sehr dankbar. Melden Sie sich doch bitte bei uns (möglichst dienstags im Büro).
Der Vorstand des Kreisverbandes wünscht Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2010!
Als Motto für das Jahr 2010 habe ich von Georg Ch. Lichtenberg folgendes gefunden: “Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber soviel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“
Jena, 1. Januar 2010 - Madeleine Ziegler Ditschler und Vorstand des NABU KV Jena e.V.
Programm 1. Halbjahr 2010
Liebe Naturfreunde, Das Programm für das 1. Halbjahr 2010 könnt Ihr jetzt herunterladen.
NABU-Jena-2010-1HJ.pdf
In unserem Flyer finden Sie auch das Programm der
18. Jenaer Naturschutzwoche vom 25. bis 29 Januar 2010!
Viel Spaß bei unseren Veranstaltungen.
Jena, 1. Januar 2010 - Dr. Hans S. Reip
Kormoran - Vogel des Jahres 2010
Die Wahl des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 mag bei manchem Kopfschütteln, bei anderen Verwunderung oder gar Befremden ausgelöst haben, ist es doch gerade diese Vogelart, die seit einigen Jahren zu heftigsten Kontroversen zwischen den Vertretern der Fischerei und Anglerverbänden auf der einen, und Ornithologen sowie Naturschutzverbänden auf der anderen Seite sorgt. Die genannten Reaktionen zeigen dabei aber nur, dass das Anliegen „Vogel des Jahres“ von Einzelnen, besonders sich lautstark äußernden Vertretern beider Seiten, nicht verstanden worden ist.
Mit dem Vogel des Jahres soll ebenso wie mit anderen Arten, die zum Tier oder der Pflanzen des Jahres ausgewählt werden, nicht stimmungsvoll eine Art benannt werden, die uneingeschränkt ein Sympathieträger ist. Es geht hierbei vielmehr darum, für ein Jahr eine in möglichst vielen deutschen Bundesländern verbreitete Art stellvertretend für viele andere Arten in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen und damit zu hinterfragen, wie sich ihre Bestände unter den Bedingungen der modernen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie den vorliegenden gesetzlichen Verordnungen entwickelt haben. Bislang wurden fast ausschließlich Vogelarten gewählt, die auf Grund ihrer Seltenheit, ihrer Lebensweise oder ihrer Färbung unangefochten als Sympathieträger des Naturschutzes galten und deshalb kaum Widerspruch erzeugten. Doch warum nun nicht auch eine Art, die diesen Vorstellungen nicht entspricht? Gerade der Kormoran ist ein gutes Beispiel, wie Organismen nach Jahren der Verfolgung auf veränderte Umweltbedingungen bei gleichzeitigem gesetzlichem Schutz reagieren.
Solange es die Lebensraumkapazität erlaubt, wird sich jede Art uneingeschränkt vermehren. Erst der Druck der Umwelt - Mangel an Nahrung, Licht, Brutraum, Feinddruck, Parasiten, aber auch die eigene Populationsgröße usw. - bremst diese Entwicklung und führt zur Herausbildung des sog. biologischen Gleichgewichts und damit letztlich auch zur Erhaltung der Art. Doch häufig wird bei starker Vermehrung rasch ein die Population steuernder Eingriff des Menschen gefordert. Nur mit einer derartigen Handlungsweise wird verhindert, dass sich ein neues Gleichgewicht durch die Entwicklung geeigneter Gegenspieler entwickeln kann.
Im Fall des Kormorans führten die Eutrophierung der Seen und Küstengewässer mit der daraus resultierenden Massenentwicklung von mittelgroßen Fischarten sowie der künstliche Fischbesatz von Flüssen und Teichen durch Anglerverbände und Binnenfischereibetrieben für eine stabile Nahrungsbasis im Verlauf des gesamten Jahres. Früher überfischten die Kormorane einzelne natürliche Gewässer und waren dann gezwungen abzuwandern. Auch hatte der Kormoran in Mitteleuropa außer indirekt sich selbst keinen wirklichen Feind, der seine Bestände nachhaltig reguliert. So ist gerade der Kormoran dazu geeignet uns zum Nachdenken über den Umgang mit der Natur anzuregen, um unserer Verantwortung für alle Organismen - auch die auf und im Wasser lebenden - besser gerecht zu werden.
Jena, 1. Januar 2010 - Dr. Dietrich von Knorre
Der Frauenschuh - Orchidee des Jahres 2010
Wenn man mit Naturfreunden über Orchideen ins Gespräch kommt, fallen zwei Namen mit Gewissheit: Knabenkraut und Frauenschuh. Die Pflanze mit den schönen gelben Kesselblüten ist eine der attraktivsten Erscheinungen unserer mitteleuropäischen Flora überhaupt. Sie ist zur Orchidee des Jahres 2010 erkoren worden.
Der namensgebende Blütenteil entsteht aus einem der drei inneren Blütenblätter, das sich nach unten hängend zu einem kleinen wie ein Schuh geformten Kessel von gelber Farbe entwickelt. Die beiden anderen kontrastieren dazu in schönem Braun und sind ebenfalls nach unten gerichtet. Sie sind schmal und leicht gedreht. Oft findet man Gruppen mit zehn und mehr Stängeln, an denen ein bis zwei Blüten ausgebildet sind. Mit dem hellen Grün der Blätter ergibt sich eine eindrucksvolle Dreifarbigkeit der Büsche. Selten gibt es Exemplare, bei denen auch sonst braune Teile gelb sind.
Es ist lohnend, sich einmal hinzuknien und eine Blüte aus der Nähe zu betrachten. Kleine Insekten rutschen am Rand aus und fallen in den Kessel. Aus dem können sie nur entkommen, wenn sie zum Licht an der Öffnung und den durchscheinenden Stellen an beiden Seiten des Schuhs krabbeln. Diese sind für uns auch von außen gut zu erkennen. Dort treffen sie auf unscheinbare Haarleisten, die ihnen beim höher Klettern Halt bieten und die am Pollenpaket vorbei führen, mit dem sie zur nächsten Pflanze gelangen können.
Unsere Orchidee des Jahres ist eine Halbschatten-Pflanze. Wir finden sie im Mai bis Juni vor allem in lockeren Laub- oder Kiefernwäldern mit einer geringen Krautschicht. Frauenschuh (Cypripedium caceolus) ist eine der beiden Orchideenarten, die nicht nur in Deutschland sondern auch nach FFH-Richtlinie europaweit unter Schutz stehen. Die andere, Liparis loeselii, gibt es in Thüringen nicht mehr. Wir können uns im Jenaer Gebiet glücklich schätzen, vor allem im Südteil bis hin nach Rudolstadt noch nennenswerte Frauenschuh-Vorkommen zu haben.
Leider ist die Schönheit der Pflanze auch ein Grund für ihre Gefährdung. Naturfreunde kennen viele Fundorte, an denen sie heute nicht mehr wächst. Für die Wohnung gibt es im Handel ähnliche Arten, z.B. Kreuzungen aus Venusschuharten, also Hybriden aus der Gattung Paphiopedilum.
Jena, 1. Januar 2010 - Klaus Bockhacker
Naturschutzjugend (NAJU)-Kindergruppe
Ab März 2009 wird es in Jena wieder eine Naturschutzjugend (NAJU)-Kindergruppe geben! 10 bis 15 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren sind herzlich eingeladen, alle zwei Wochen in der Gruppe die Natur in allen vier Jahreszeiten zu entdecken. Gemeinsam wollen wir Bäume und Kräuter pflanzen, Unterkünfte für Insekten, Vögel und Fledermäuse bauen uvm. Natürlich sollen auch Spielen, Basteln und vor allem das Erleben der Natur in und um Jena nicht zu kurz kommen.
Bei Interesse bitte bei Daniel Werner (Geschäftsstelle der NAJU in Leutra; Email: mail@naju-thueringen.de; Tel.: 03641 - 215410) melden.
Weitere Informationen über die Aktivitäten der NAJU kann man unter www.naju-thueringen.de finden.
Beachten Sie bitte die aktuelle Online-Aktion!
Die Vogelwelt im Saale-Holzlandkreis und in der Stadt Jena
Die Fachgruppe Ornithologie Jena im NABU-Kreisverband Jena beabsichtigt, ihre Beobachtungen der heimischen Vogelwelt im Jahr 2008 in einem Buch
" Die Vogelwelt im Saale-Holzlandkreis und in der Stadt Jena"
zu publizieren, welches vom Mitglied der Fachgruppe Jürgen Heyer erarbeitet wurde.
Das Buch soll auf etwa 250 Seiten über alle Vogelarten berichten, die bis zum Jahr 2000 im genannten Gebiet beobachtet bzw. in der Literatur zu finden sind. Das Kernstück wird die genaue Darstellung der Arten bilden, die im Zeitraum von 1951 bis 2000 hier vorkamen. Dabei werden für jede Art Status, Vorkommen, Verbreitung, Lebensraum, Bestand und Beringung behandelt. Weitere Abschnitte im Buch befassen sich mit den Lebensräumen der Vögel, mit den Veränderungen bei den Brutvögeln im genannten Zeitraum, sowie mit ihrer Gefährdung und ihrem Schutz.
Das Buch soll im EchinoMedia Verlag erscheinen: DIN A5, Klebebroschur, Umschlag farbig, Inhalt einfarbig, mit 30 Landschaftsaufnahmen, einer langen Tabelle und 19 Abbildungen bzw. Diagrammen. Für Endkunden ist ein Subskriptionspreis bei verbindlicher Vorbestellung von 22,50 Euro vorgesehen. Später liegt der Preis bei 28.50 Euro. Ein Druck kann aus finanziellen Gründen erst erfolgen, wenn genügend Vorbestellungen vorliegen. Daher bittet der Naturschutzbund alle Interessenten von einer Vorbestellung Gebrauch zu machen, um das Projekt damit auch zu fördern. Vorbestellungen sind schriftlich an Jürgen Heyer, 07743 Jena, Naumburger Straße 29b zu richten bzw. bei den jeweiligen NABU-Einrichtungen anzugeben.
Orchideen statt Panzer Flächenkauf im ehemaligen Schießplatz Rothenstein
Aufruf zur Spendenaktion zum Schutz des "Spitzenberg - Schießplatz Rothenstein-Borntal"
Nähere Informationen finden Sie hier!
Jena, den 21. Juni 2007, Dr. Hans S. Reip
Aufmerksam und rücksichtsvoll für die Natur - unsere Lebensgrundlage!
Der NABU-Kreisverband dankt allen Naturfreunden, die sich immer wieder unverdrossen für die Natur einsetzten. Dabei denken wir auch an die Bürger, die bei Geräusch der Motorsägen und Shredder aufhorchen und hinsehen und vor dem Kahlschlag retten, wie zuletzt bei der sogenannten "Wildwuchsbeseitigung" in Winzerla.
Die Natur braucht auch in der Stadt Rückzugsgebiete und vor allem aber auch die Duldung von uns allen. Natur in der Stadt sind vorwiegend Bäume und Ruderalstellen, begrünte Häuserfassaden, Nistkästen, Parks. Wichtig für den Lebensraum Stadt sind auch Heckenstrukturen und die großen alten Bäume (auch schon wegen des Stadtklimas).
Der Pflege- und Verkehrssicherungsaufwand ließe sich auch in einer maßvolleren Weise betreiben. Vögel brauchen Nistmöglichkeiten, die in undurchdringlichen Gebüschgruppen und alten Bäumen reichlicher vorhanden sind, als in den Verschnittresten von wenigen Zweiglein... Das Laub sollte dazwischen liegen bleiben, denn es beherbergt Würmer und Insekten (Nahrung für Vögel), schützt den Boden vor Austrocknung und bildet beim Verrotten wertvollen Humus.
Helfen Sie weiterhin mit, den Übereifer und das Unmaß einzudämmen, dulden Sie den "Wildwuchs". Am besten wäre, Sie könnten sich daran freuen.
Jena, den 26. Januar 2007, Gabi Müller
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